Kampfsport Bad Wildungen

Nahkampf aus der wissenschaftlichen Perspektive

In Bad Wildungen wird Kampfsport unter wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Psychologie und Verhaltensforschung trainiert. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, welche fatalen Folgen es hat, dass diese Aspekte in der Welt der Kampfsportler weitestgehend nicht beachtet werden.

Viele Kampfkünste bestehen zum Großteil aus Theorie, hinter denen keine Praxis steckt. Doch auch Praxiserfahrung ist oft nur auf einem engen Gebiet gesammelt worden, nicht nur wegen der Regeln, sondern auch durch die gleichartigen Kampfstile. Ein hervorragender Boxer hat mal gesagt: „Im Kampfsport wird man besser, indem man lernt zu verstehen, was der Gegner macht. Und das schlimmste ist, wenn ein Kämpfer die gewohnten Muster durchbricht.“

Auf der Straße gibt es keine Muster. Es herrscht das totale Chaos und die Angreifer sind völlig unberechenbar. Das mussten schon einige Kampfsportler schmerzlich am eigenen Leib erfahren, so wie ich auch.

Lassen Sie uns diesen Sachverhalt doch auch mal von der wissenschaftlichen Seite aus betrachten, um herauszufinden, wie wir uns gegen solche Angriffe schützen können.

Warum Kampfkünste scheitern

In diesem Video habe ich die Grundthematik erklärt.

In dem Artikel finden Sie die genauen psychologischen Hintergründe für dieses Problem.

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Der fatalste Irrtum

Vor einigen Jahren suchte ich nach einer Kampfschule, weil ich mich vor Übergriffen sicher fühlen wollte. Nach ein paar Jahren des Trainings war ich schon fortgeschritten und fühlte mich sicher, bis dann ein Schläger gerade mich als sein Ziel ausgewählt hatte. Er hat mich in Bruchteilen von Sekunden überwältigt und ich hatte keine Chance auch nur eine einzige Kampftechnik anzuwenden.

Dieses Schicksal teilen tausende andere Kampfsportler und das liegt daran, dass die meisten Kampftechniken auf Vermutungen basieren und dabei schlichtweg die elementarsten Erkenntnisse der Wissenschaft nicht berücksichtigt werden.

Nach meiner vernichtenden Niederlage fragte ich meinen Meister: „Wie besiege ich einen Boxer.“ Die Antwort lautete: „Du trittst ihm einfach in den Bauch und dann liegt der da.“

Und hier kommen wir schon zum fatalsten Irrtum: Die meisten Kampfkünste bringen Ihnen bei, wie Sie viel Schaden mit Angriffen anrichten. Wie kriegen Sie die meiste Kraft in den Schlag, wo treffen Sie am besten und mit welchen Hebeln halten Sie den Gegner am besten unter Kontrolle. Dabei wird nach dem wichtigsten Part des Angriffes niemals auch nur gefragt:

„Wie komme ich überhaupt dazu, den Gegner anzugreifen?“

Karate

Warum Sie das Fahrradfahren nicht verlernen können:

Lebewesen verfügen über Handlungsprogramme, die ihnen bestimmte Bewegungen vorgeben. Manche dieser Programme sind erworben, wie zum Beispiel das Fahrradfahren. Ein mal gelernt, funktioniert es automatisch, ohne dass Sie darüber nachdenken müssen.

Andere Programme sind sogar angeboren! Hunde zum Beispiel können Schwimmen, ohne es je gelernt zu haben und Kreuzspinnen fertigen ihr erstes Netz bereits perfekt an, ohne dafür jemals geübt zu haben.

So, wie Sie das Fahrradfahren gelernt haben, können Sie auch Kampfsport lernen. Sie wiederholen eine Schlagabwehr so oft, bis sich ein Programm für diese Bewegung entwickelt hat. Ab jetzt wird diese Abwehr reflexiv abgerufen, sobald Sie geschlagen werden, ebenso wie Sie reflexiv anfangen zu strampeln, wenn Sie auf einem Fahrrad sitzen.

Beim Fahrradfahren ist das tatsächlich uneingeschränkt wahr, weil Sie kein angeborenes Programm für Fahrräder haben, mit dem das erworbene Programm in Konflikt geraten könnte. Für Schläge existieren allerdings schon angeborene Programme.

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Die Trainingsmethode im Kampfsport

Auf die Frage: „Funktionieren diese Kampftechniken denn auch wirklich auf der Straße?“, entgegnet der Meister: „Die Techniken müssen einfach in Fleisch und Blut übergehen, dann funktionieren sie auch unter Stress.“

Die Forschung sagt aber etwas anderes: Die erworbenen Programme werden niemals so starr und unausweichlich wie die angeborenen, wie es der Verhaltensforscher Bernt Spiegel in seinem Buch „Die obere Hälfte des Motorrads“ bestätigt, worin er dieselbe Thematik beim Motorradfahren untersucht hat. Sie können Ihre angeborenen Programme durch langes Training  allenfalls den Feinschliff geben.

Wenn sich die erlernte Kampftechnik also zu sehr von Ihren natürlichen Reflexen unterscheidet, werden Sie in einer Schocksituation oder Panik einfach völlig automatisch eine andere Bewegung ausführen. Dies geschieht genauso unkontrolliert wie ein Bremsassistent im Auto: Erkennt ein Sensor die Gefahr, bremst das Auto, ohne dass Sie einen Einfluss darauf haben.

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Trennung zwischen bewussten und unbewussten Handlungen

Viele Kampfsportler werden jetzt sagen: „So ein Blödsinn, ich habe doch im Kampf meine eigenen Bewegungen unter Kontrolle.“

Auch wenn Sie es nicht merken, handeln Sie meistens alles andere als bewusst. Die meisten Bewegungen und sogar Gedanken laufen komplett automatisch ab. Der Psychologe Daniel Kahneman hat in seinem Buch „Schnelles Denken. Langsames Denken“ alle kognitiven Funktionen in zwei Bereiche aufgeteilt.

Das schnelle Denken steuert unbewusste Funktionen für einfache Aufgaben. Deshalb müssen Sie sich nicht bewusst auf das Halten der Spur beim Autofahren konzentrieren. Das langsame Denken brauchen wir zum Lösen komplexer Probleme, wie zum Beispiel neues zu lernen.

Den Kopf in Richtung plötzlicher Geräusche drehen oder das Betätigen der Gangschaltung im Auto –  das läuft alles automatisch ab. Mit dem langsamen Denken können Sie das schnelle Denken zwar beeinflussen, z. B. sich beim Autofahren bewusst weit rechts halten, dennoch bestimmt das unbewusste, schnelle Denken die Steuerung des Wagens. Dasselbe gilt auch für das Distanzgefühl bei einem Boxkampf.

Müsste sich der Kämpfer bewusst für jede Bewegung entscheiden, würden alle seine Aktionen zu spät passieren. Außerdem wäre es unmöglich, jeden einzelnen Schritt, die Haltung der Schultern und des Oberkörpers, einfach jede einzelne Bewegung bewusst zu steuern.

Jeder Kampfsportler weiß, dass er sich die richtige Beinarbeit und Körperhaltung nach langem Training angewöhnt. Die gewohnten Bewegungen werden als erworbene Programme im motorischen Kortex des Gehirns abgespeichert. Diese Programme sind „schnelles Denken“, passieren also unbewusst und automatisch.

Gehirnfunktionen

Wie Ihre Überlebensinstinkte funktionieren

In gewohnten Situationen, einem Sparringkampf, werden die gewohnten Programme abgespielt. Aber was passiert in ungewohnten Situationen? Ein Kämpfer kann sich nicht bewusst entscheiden, welche Programme abgespielt werden. Es geschieht unbewusst.

In neuartigen Situationen wird Ihr automatisches, schnelles Denken sagen: „Das ist alles fremd. Hier kann ich nicht mit meinen gewohnten Programmen überleben.“ Es wird sich also dafür entscheiden, auf seine Urinstinkte zurückzugreifen.

Dabei handelt es sich um Verteidigungsstrategien, die sich im Laufe der Evolution als so hilfreich erwiesen haben, dass sie als angeborene Programme zum Teil im Stammhirn oder sogar im Rückenmark eingebrannt sind. Es ist unmöglich, sich diesen Reflexen zu widersetzen. Wenn Sie z. B. aus Versehen Ihre Hand auf eine heiße Herdplatte legen, wird Ihr Körper Ihren den Arm wegbewegen, noch bevor Sie überhaupt den Schmerz bewusst wahrnehmen.

Selbst im professionellen Kampfsport sieht man, dass Kämpfer die Angst vor ihrem Gegner haben, oft mental nicht mehr fähig sind sich zu wehren. Sie schützen sich nur noch, indem sie ihre die Arme vor das Gesicht halten. Sie befinden sich jetzt in einem existenziellen Bedrohungserlebnis, durch das sinnvolles Handeln gelähmt wird – Panik. Unkontrollierte und unpassende Aktionen oder sogar komplette Handlungsblockaden können ausgelöst werden.

Was soll man denn da noch machen?

Urzeitreflexe im Profi Kampfsport

Handlungsfähigkeit unter Panik

Es gibt ein Kampfsystem, dass sich einzig und allein damit beschäftigt, in diesem akuten Zustand der Panik handlungsfähig zu werden. Es handelt sich um eine abgewandelte Form von Krav Maga, des israelischen, militärischen Nahkampfsystems – Krav Maga Panic Performance.

Mit Krav Maga Panic Performance kämpfen Sie nicht um Medaillen, sondern um Ihr Leben. Sie müssen weder hunderte von präzisen Kampftechniken meistern, noch durch jahrelanges Vollkontaktsparring mit vielen Schmerzen und Verletzungen abgebrüht werden. Es handelt sich um Kontertechniken, die perfekt zu Ihren angeborenen Programmen passen und sofort den gegnerischen Angriff abbrechen. Sie werden automatisch in Panikzuständen abgerufen, sodass Sie die überhaupt eine Chance haben, sich zu wehren.

Vom Elitesoldaten bis zur Hausfrau – jeder soll in der Lage sein, sich selbst gegen die härtesten Angriffe zu wehren. Sie verteidigen nicht Ihren Körper, Ihr Körper verteidigt Sie!

Zu den Trainingszeiten

Krav Maga Panic Performance

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